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Aktion kritischer Schüler_innen

Podiumsdiskussion am Schüler_innenvertretungskongress

Bildbeschreibung: Schüler_innenvertretungskongress
Podiumsdiskussion am Schüler_innenvertretungskongress

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Gleiches Recht für gleiche Liebe!

Du hasst mich, weil ich dich lieben könnte...

Unter dem Begriff Homophobie versteht man die irrationale, sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen, sowie die oft ins Unterbewusste verdrängte Angst vor eigenen unterdrückten weiblichen bzw. männlichen Persönlichkeitsanteilen, wie auch die daraus resultierenden Gefühle wie Ekel, Verachtung und Hass.

Aus psychologischer Sicht handelt es sich bei Homophobie- wie bei Sexismus, Rassismus oder Antisemitismus – um eine meist unbewusste Angst, die eigene Identität in Frage zu stellen, wobei sich das eigene Ich im Zwiespalt befindet.

Weiteres fast Homophobie die verschiedenen Formen von sozialer Ausgrenzung, Diskriminierung, Nichtwahrnehmung und Gewalt zusammen, mit denen Menschen oftmals auf Grund ihrer homosexuellen Neigungen konfrontiert sind.

Die verschiedenen Formen homophober Gewalt sind als Verhaltensstörungen zu bezeichnen, da die davon betroffenen Lesben und Schwule in ihrer Entfaltung teilweise massiv beeinträchtigen und dadurch psychische Störungen davontragen. Das Europäische Parlament hat am 18. Januar 2006 eine Entschließung zu Homophobie in Europa verabschiedet. Es „verurteilt schärfstens jede Diskriminierung auf der Grundlage der sexuellen Ausrichtung“.

“Ich bin doch nicht schwul”

Je nach Ausprägung reicht Homophobie von Vorurteilen über Befürwortung von Diskriminierung und staatliche Unterdrückung bis hin zu äußerstem Hass und körperlicher Gewalt gegen Homosexuelle. Es sind Fälle bekannt, in denen Homosexuelle nur wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und ermordet wurden. In einigen Staaten ist die Tötung von Homosexuellen sogar heutzutage noch staatlich organisiert.
Homophob verhalten sich oft Institutionen und gesellschaftliche Subsysteme. Das Christentum lehnt gelebte Homosexualität strickt ab, die Wissenschaft hat lange Zeit Homosexualität als kriminell und später als krankhaft beschrieben, Politik und Justiz diskriminieren gerade auch in Österreich Lesben und Schwule sowie auch die Medien immer noch von lächerlichen Klischeevorstellungen über Lesben und Schwule geprägt sind.

 

Homophobie & Schule

 

Gerade in der Schule und während der Pubertät ist es für homosexuelle Jugendliche schwierig ihre Sexualität offen zu leben, denn der Gruppendruck lässt es nicht zu anders zu sein. Aussagen wie „Du, Schwuchtel“, die unter halbwüchsigen Jungs, schon öfters mal fallen, ermuntern sicher niemanden zu einem „Coming-out“.

Anstatt Vorurteile zu klären und im Unterricht das Thema Homosexualität aufzugreifen, wird die Situation oftmals mit abfälligen Bemerkungen von manchen LehrerInnen verschlimmert. Homosexualität kommt im Lehrplan eigentlich nicht vor. In Biologie erfahren wir zwar wie Sex zwischen heterosexuellen Menschen funktioniert aber Homosexualität wird dabei nicht erwähnt. Auch im Deutschunterricht hat mensch das Gefühl als existieren nur Liebesgeschichten zwischen Mann und Frau à la Romeo und Julia. Selbst in Geschichte könnte mensch meinen, dass Homosexualität ein „Phänomen“ der 60-ger Jahre ist, denn im Unterricht wird nicht erwähnt, dass es auch schon vorher berühmte Personen gab die Homosexuell waren.

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