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Aktion kritischer Schüler_innen

Gruppenfoto vom AKKO - Aktivist_innenkongress - 2010

Bildbeschreibung: Aktivisten- und Aktivistinnenkongress
Gruppenfoto vom AKKO - Aktivist_innenkongress - 2010

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Schule & Bildung

Das AKS-Bildungskonzept

Grundsätzlicher Bildungsansatz

Als aks sehen wir Bildung als wichtigstes Element um gesellschaftlichen wie technischen Fortschritt zu ermöglichen, auszubauen und verantwortungsvoll damit umzugehen.

Es geht nicht nur darum in die Schule zu gehen und danach einen Beruf zu erlernen. Das Ausleben und Austesten von persönlichen Interessen sowie die weitere persönliche Entwicklung müssen genauso Ziele und Aufgaben der Schule sein. Aus diesem Grund ist Bildung eines der wichtigsten Güter unserer Gesellschaft. Die aktuelle Entwicklung gerade im Bildungsbereich massive Einsparungen zu tätigen (Stundenkürzungen, Studiengebühren, Kürzungen der Schulbudgets etc.) ist schadet somit der Entwicklung des gesamten Landes.

Wissen muss in der Schule objektiv vermittelt werden. Diese Objektivität kann jedoch nur gewährleistet sein, wenn Schulen finanziell unabhängig sind. Der schleichende Einzug der Privatwirtschaft in unser Bildungssystem (Sponsering, Finanzierung- und Betrieb von Schulen durch Firmen etc.) gefährdet somit eines der wichtigsten Schulziele: Objektive Wissensvermittlung. Doch die objektive Wissensvermittlung muss nicht nur gegen Interessen von Firmen verteidigt werden. Auch Religionen dürfen keinen Einfluß auf unser Schulsystem haben. Religionsunterricht, egal ob katholisch oder islamisch, soll für interessierte außerhalb des normalen Schulwesens organisiert werden.

Gleiches Recht auf Bildung für alle

Die ganzheitliche Bildung für alle ist noch lange keine Realität, noch immer hängen die Bildungschancen von Schüler_innen in Österreich von der sozialen Stellung der Eltern und vom Geschlecht ab. Soziale Selektion bedeutet Möglichkeit auf Bildung in Abhängigkeit von Herkunft der Kinder, Religion, sozialer Schicht, Geschlecht und vermeintlichen Behinderungen. Soziale Selektion fördert Bildungseliten und Ungleichheiten im Bildungssystem.

Auch die frühe Entscheidung zwischen AHS und Hauptschulen hängt in vielen Fällen von der finanziellen Situation der Eltern ab. Die frühzeitige Trennung des Bildungsweges in AHS, und HS stellt SchülerInnen vor eine Entscheidung, welche in vielen Fällen zu Frustration im Verlauf der Ausbildung führt. Darum setzt sich die aks für die Gesamtschule ein, sie soll die individuelle Förderung und gleichzeitig den gemeinsamen Bildungsweg auf dem gleichen Niveau garantieren.

Demokratie und Mitbestimmung

Demokratie bedeutet vor allem Mitbestimmung auf allen Ebenen und Engagement zur Durchsetzung von Veränderungen. Im derzeitigen Schulsystem gibt es diese aber nur unzureichend. Die Stundenpläne werden ohne Berücksichtigung auf Neuerungen und ohne Beachtung der Bedürfnisse der SchülerInnen. Auch die Mitbestimmung der Schüler_innen während des Unterrichts ist bis heute kaum umgesetzt.

Wenn sich Schüler_innen schon bewerten lassen müssen, so sollte es auch für Lehrer_innen Pflicht sein sich einmal pro Semester einer schriftlichen oder mündlichen Evaluierung zu stellen. Dies kann nur förderlich für den Unterricht sein und dient zur Anhörung der Ideen und Verbesserungsvorschläge der SchülerInnen. Ein schriftliches Lerher_innenfeedback, sollte an jeder Schule verpflichtend durchgeführt werden müssen.

Schüler_innenvertretungen sind in den meisten Schulen bereits umgesetzt, doch liegt ihre Entscheidungsgewalt und das Potenzial für Durchsetzung von Projekten lässt sich noch wesentlich steigern. Der SchülerInnnen Gemeinschaftsausschuss in dem VertreterInnen von Schüler_innnen, LehrerInnen und Eltern sitzen entscheidet über alle Reformen und Vereinbarungen, welche die Schulgemeinschaft betreffen. Zusätzlich zum SGA sollte es für die Schüler_innen die Möglichkeit geben auf breiter Ebene demokratisch zu entscheiden. SchülerInnen stellen bei weitem den größten Anteil an Beteiligten in den Schulen und doch haben sie die gleiche Stimmenanzahl wie die Eltern und Lehrer_innen. Um alle SchülerInnen in die Entscheidungen einzubinden streben wir die Möglichkeit von Schulparlamenten an.

Mitbestimmung sollte auch gelernt werden und deshalb muss wie bereits festgelegt in jedem Fach ein Teil der Zeit zu politischer Bildung verwendet werden. Schüler_innen sollten dieses Angebot einfordern.

Lehrer_innen sehen sich selbst und werden meist auch so wahrgenommen als wären sie Autoritäten, die das schulische Leben regieren. Um diese Rollenklischees abzubauen müssen LehrerInnen von autoritären Unterrichtsstil ablassen. Neue Unterrichtspädagogik, Methoden und Praktiken werden dabei helfen die starren und veralteten Strukturen aufzuheben und Schüler_innen mehr als Schützlinge und gleichwertige PartnerInnen zu sehen. Dazu dient des weiteren eine Reduzierung der Schüler_innenzahlen pro Klassen um die Förderung einzelner Schüler_innen forcieren zu können. Im Mittelpunkt der neuen Schule sollten die Schüler_innen als Menschen und nicht als auf Erfolg reduzierte Leitstungstiere stehen.

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CALL: 0699 / 12 14 81 20
MAIL: schulrecht@aks.at

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